FWD'ler 2020/21

beim Kreissportbund Uelzen

Henrik Tutas

Nils Berger

Der Inklusionsanhänger zu Besuch in der Grundschule Oldenstadt

 

Die Aufgabe jedes Freiwilligendienstlers eines Kreissportbund oder vom Landessportbund ist es, ein eigenständiges Jahresprojekt durchzuführen. Dieses Jahr drehte sich bei diesem Projekt, welches die FWD’ler komplett alleine organisieren, alles um das Thema „FeeltheVielfalt“, also darum, den Menschen vielfältige Aspekt des Sports näher zu bringen und alle Personengruppe in gleichem Maße in den Sport zu inkludieren. Daher haben sich die beiden BFD´ler vom KSB Uelzen, Henrik Tutas und Nils Berger, dazu entschlossen ein Projekt zum Thema Inklusion im Sport durchführen.

 

Aufgrund der Corona-Einschränkungen und der Unsicherheit der Durchführung von Präsenzmaßnahmen, haben die beiden sich für die Durchführung eines zweiteiligen Projekts entschieden. Der erste Teil war eine Radiosendung bei ZuSa Sport, welche seit dem 10. Februar alle vier Wochen, bis zum 2. Juni, zu hören war. Dort haben die beiden Menschen interviewt, die sich im Bereich Inklusion engagieren, bspw. als Trainer oder beruflich in diesem Feld arbeiten, aber auch Person, die verdeutlichen, dass Menschen mit Behinderungen, genauso Teil eines Sportvereins sind, wie Menschen ohne Einschränkungen.

Der zweite Teil des Jahresprojektes war eine Präsenzveranstaltung, die sog. „Inklusionstage“, die vom 8. Juni bis zum 9. Juni bei der Grundschule in Oldenstadt stattfanden. In der Grundschule sind Nils und Henrik mehrmals die Woche in AG’s oder bewegten Pausen tätig, sodass eine Präsenzveranstaltung „coronakonform“ möglich war. Für diese Tage hatten die beiden Freiwilligendienstler sich zuvor einen Inklusionsanhänger vom SC Lüchow ausgeliehen, mit dessen Inhalt sie einen kleinen Zirkel aufgebaut hatten, den die Grundschüler durchlaufen mussten. Sie waren positiv überrascht darüber, wie viele tolle Sachen im Anhänger zu finden waren. Neben drei Rollstühlen und einer Rollstuhlrampe beinhaltet der Anhänger bspw. Blindenstöcker und einen Klingelball, einen Ball für Blindenfußball.

 

„Wir hatten drei verschiedene Stationen aufgebaut, um den Kindern möglichst viele Aspekte von Sport mir Einschränkungen näher zu bringen. Die erste Station war ein Blindenparkour, die zweite einen Rollstuhlparkour und die letzte Station war Blindenfußball.“ berichtet Henrik. Ersteres sollte den Erst- bis Viertklässlern zeigen, wie es ist, eine bestimmte Strecke ohne Augenlicht absolvieren zu müssen und sich dabei nur auf andere Sinnesorgane, wie Hören, also den Anweisungen seines Partners, verlassen zu können. Der Rollstuhlparkour zeigte den Kindern, wie anstrengend es ist, selber mit dem Rollstuhl lenken und vorfährst zu fahren. Zum Abschluss mussten alle Rollstuhlfahrer aus dem Rollstuhl einen Basketball in einen Basketballkorb werfen. Beim Blindenfußball konnten alle Kinder mit einem Klingelball ausprobieren, wie es sich anfühlt, ohne Augenlicht Fußball zu spielen.

 

Für jedes Kind gab es zum Abschluss eine kleine Stärkung. Jeder durfte sich eine Banane, einen Apfel, eine Capri Sonne und einen Schokoriegel schnappen. Fast 200 Kinder haben an den beiden Vormittagen die verschiedenen Stationen durchlaufen und gaben durchweg positives Feedback. „Unser Jahresprojekt war ein toller Erfolg“, berichtet daher auch Nils. „Die Kinder haben alle Stationen super angenommen und hatten sehr viel Spaß beim Absolvieren der Hindernisse und Schwierigkeiten.“